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Immobilienkrise - Was der Anleger machen kann

  

Zusammenfassung der Immobilien-Kris e in den USA


Hintergründe der Finanzkrise

Fakt ist, dass die im Jahr 2007 ausgebrochene Finanzkrise schon seit Jahren vorhergesagt worden war.
Unter dem Stichwort der "Immobilienblase in den USA" geisterte sie als Schreckgestalt durch die Wirtschaftsseiten der Tagespresse.
Bis sie platzte.

Beginnen wir mit einem Namen: Alan Greenspan.
Mr. Greenspan, Chef der US-Notenbank, hielt die Zinsen immer niedrig. Das war gut für die Wirtschaft und den Verbraucher. Kredite waren billig.


Auch die US-Regierung fand es praktisch, dass die Verbraucher ihren Konsum auf Pump finanzieren konnten. Hauptsache Kaufen. Bezahlen? Später!
Die niedrigen Zinsen machten den Kauf eines Eigenheims auch für jene Schichten möglich, deren Einkommen bisher dafür nicht ausgereicht hätte. Banken spezialisierten sich auf dieses Geschäft.
Mit dem Immobilienboom trat ein weiterer Effekt ein - die Häuser gewannen an Wert. Was vor einem Jahr noch eine 100.000-Dollar-Immobilie war, hatte nun einen Wert von 250.000 Dollar. Und konnte mit weiteren Krediten beliehen werden - für ein schickes Auto oder die Segeljacht.

Zugleich entwickelten Banken neue Finanzprodukte. Sie bündelten Kredite und verkauften sie weiter. Die Käufer packten die Pakete um und verkauften an die nächste Bank.
Die Ratingagenturen bewerteten diese Finanzprodukte positiv, die Bankmanager freuten sich über hohe Gewinne.
Im Frühjahr 2007 drehte der Wind. Höhere Zinsen, sinkende Immobilienpreise, eine steigende Zahl an Zahlungsausfällen bei Krediten.

Die Krise war da. Das 250.000-Dollar-Haus war nur noch 70.000 Dollar wert. Und die Kreditbündel in den Bilanzen der Banken wurden Ramsch.
In der Folge brachen renommierte Banken zusammen - Lehmann Brothers ist nur ein Beispiel. Die Banken trauten keiner Bank mehr und liehen sich gegenseitig kein Geld, wodurch der Wirtschaft das Schmiermittel der Kredite fehlt.
Dass die Wirtschaft in eine Flaute rutscht, ist unübersehbar. Steigende Arbeitslosenzahlen werden dadurch unvermeidbar.
Auch wenn man kein Geld bei einer Pleitebank angelegt hat, wird man zum Opfer der Finanzkrise. Ein Beispiel ist die Lebensversicherung - Aktien spielen in deren wirtschaftlichem Aufbau eine tragende Rolle. Sinken die Kurse, sinkt letztlich die Auszahlung.
Zum Schluss noch ein wenig düsteres Raunen à la Peter Scholl-Latour.
Möglicherweise erleben wir den "Untergang des amerikanischen Imperiums" - ein politisch-moralisches Debakel, militärische Probleme im Irak und Afghanistan, eine tiefgreifende Wirtschaftskrise, die die ganze Welt mit sich riss.
China und Indien treten möglicherweise als Retter des Finanzsystems auf und werden sich diese Position honorieren lassen.
Aber - China braucht 7% Wirtschaftswachstum, um seine sozialen Probleme in den Griff zu bekommen. Was geschieht, wenn das Riesenreich in eine Rezession gerät? Und zig Millionen beschäftigungslose Arbeiter anfangen zu rebellieren?
Fazit: Die Welt bleibt spannend.




 


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