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Immobilien als Anlageform

  
Wenn man Immobilien kaufen möchte, so kann man das aus mehreren Gründen heraus tun. Man kann sich ein Nest schaffen, man kann versuchen, sein Geld über die Zeit zu retten oder aber auch Gewinne einzufahren.

Anlagen in Immobilien kann man unterscheiden in Direktanlagen und in Fonds.

Bei Direktanlagen kann man wiederum unterscheiden zwischen einem Einzelobjekt für sich selbst oder aber Eigentumswohnungen im Sinne einer Investition.

Das selbstgenutzte Haus oder die selbstgenutzte Wohnung
Hier treffen sich meist zwei Interessen. Zum einen möchte man ein schönes Heim haben und darin mitsamt seines Partners oder aber seiner Familie wohnen. Zugleich möchte man aber auch Geld für später retten. Dahinter verbirgt sich die Idee, eine Immobile bleibt beständig und zerfällt nicht so wie Geld, das durch die Inflation aufgefressen wird. Es gibt in der Werbung ja auch den Spruch "Geld für die Miete ist verlorenes Geld". Man geht davon aus, dass ein Haus nach 25 Jahren einem gehört und dass diese Immobilie dann auch noch mehr wert ist als dass, was man investiert hat. Das war bisher auch richtig, allerdings gilt es einiges zu bedenken. Der Wert einer Immobilie ist stark abhängig von der Lage. Einen Wert einer Sache an sich gibt es nicht, der Wert entsteht im Moment des Verkaufes. Wenn man in 25 Jahren nach dem Kauf der Immobilie niemanden findet, der sich für die Immobilie interessiert, dann hat diese keinen Wert. Außer für einen selbst. Das mussten auch Menschen erfahren, die nach der Wende Immobilien in der ehemaligen DDR kauften. Niemand wollten in den großen Plattenbauten wohnen, obwohl sich früher die Menschen darum prügelten. Sie wurden abgerissen, der Eigentümer musste dann auch noch die Kosten für den Abriss zahlen.
Bei einer selbstgenutzten Immobilie werden weniger Erwerbsteuern fällig und man kann im Alter Miete sparen. Die Ersparnis wird günstig versteuert. Das kann sich rechnen. Für diese Anlageform gilt, man muss das Haus selbst mögen oder die Eigentumswohnung und sie sollte nicht in einer unerschlossenen Wohngegend liegen. Stadtnähe wird in Zukunft durch die weiter steigenden Energiekosten noch wichtiger.

Immobilien zur Investition
Man kann auch Immobilien mit der Absicht kaufen, sie zu vermieten. Früher kauften Kaufleute Wohnhäuser für die Rente. Auch das geht heute. Allerdings muss man dann Zielgruppenorientiert kaufen. Man sucht sich eine Zielgruppe aus - Singles, Studenten, Familien - und versucht deren Bedürfnisse so gut als möglich zu befriedigen. Wenn man nach den Bedürfnissen Eigentumswohnungen kauft, dann kann man mit guten Mieteinahmen rechnen. Man sollte hier allerdings mit spitzem Stift rechnen, man muss an Abgaben und Rücklagen denken - gerade die kleinen Kosten, die am Vermieter hängen bleiben - vermasseln einem das Geschäft. Einen Gewinn erzielt man hier oft in Kombination aus Miete und Wertsteigerung. Trotz allem sollte man extrem vorsichtig mit Finanzierungsmodellen ohne Eigenkapital sein. Diese können einen in den Ruin führen, das sieht man gerade jetzt in Zeiten der Immobilienkrise.

Immobilienanlage über gebundene Fonds
Das ist die indirekteste Form des Immobilienerwerbes. Man wird Miteigentümer an einem Hochhaus oder einem Projekt. Wirft das Projekt Gewinn ab, dann bekommt man einen Stück des Kuchens ab. Der Vorteil einer Fondbeteiligung liegt darin, dass man sich um die Immobilienverwaltung überhaupt nicht kümmern muss, der Nachteil ist, dass man auf das Geschick des Fondmanagers angewiesen ist. Man muss beim Fonds im Prinzip auch warten, bis die Zuteilung erfolgt ist, alles andere bedeutet Verluste. Man unterscheidet hierbei noch zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Die offenen sind an die emittierende Bank zurückgebar, die geschlossenen nicht. Letztere können auch eine Nachschusspflicht beinhalten. Sie sind also riskanter als die offenen Fonds.



 


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